Europas Zukunft zu Gast in Essen

Am Donnerstagabend spielte die deutsche U21 Nationalmannschaft ihr letztes Heim-Länderspiel vor der Europameisterschaft 2019 in Italien und San Marino (16. – 30. Juni) gegen Titelfavoriten Frankreich. Das Team von Trainer Sylvain Ripoll ist gespickt mit Talenten aus den europäischen Top-Ligen. Vor 4200 Zuschauern im Stadion Essen zeigten beide Teams ein Spiel auf sehr hohem Niveau. 

Das Spiel begann temporeich und technisch anspruchsvoll. Nur drei Minuten dauerte es, bis das erste Mal die Tormusik im Stadion Essen aus den Lautsprechern klang. Nach hervorragender Vorarbeit von Luca Waldschmidt umkurvte Levin Öztunali den französischen Schlussmann und schob lässig zur frühen Führung ein. Keine fünf Minuten später war es der Hoffenheimer Amiri, der den zweiten Treffer aus kurzer Distanz um Zentimeter verpasste.

In einer munteren Partie endeckten Mitte der ersten Hälfte auch die Franzosen die Offensive für sich. Ein Kopfball von Dembélé in der 26. Spielminute ging knapp über das Tor, das war schon die gefährlichste Aktion der Gäste. In der 28. Minute musste sich Debütant Florian Müller das erste Mal richtig lang machen. Den Schuss von Ikoné lenkte der 21-jährige um den Pfosten zur Ecke.

Mitten in die französischen Angriffsbemühungen setzte die deutsche Elf einen sehenswerten Konter. Benjamin Henrichs spielte eine scharfe Flanke in den Sechzehner, die Maximilian Mittelstädt am zweiten Pfosten zum 2:0 verwerten konnte. Einmal musste die Abwehr um Florian Müller noch aufpassen, ehe der schwedische Schiedsrichter Nyberg nach 45 Minuten zur Halbzeit pfiff.

Die Gäste kamen besser in den zweiten Durchgang. In der 51. Spielminute landete ein fein geschossener Freistoß von Ikoné im Tor von Florian Müller, der bei diesem Linksschuss keine Abwehrmöglichkeit hatte. Die deutsche Hintermannschaft inklusive Florian Müller rechnete mit einer Flanke und nicht mit einem direkten Torschuss. Nach einer guten Stunde wechselte Trainer Stefan Kuntz acht Mal aus (siehe unten). Weiter auf dem Feld bliebt unteranderem Florian Müller, der beim 2:2 der Franzosen in der 66. Spielminute gar nicht gut aussah. Ein harmloser Schuss von Moussa Dembélé sprang kurz vor Müller auf und hoppelte am deutschen Schlussmann über die Torlinie ins Tor.

In der zweiten Hälfte fehlte auf Grund der vielen Wechsel auf beiden Seiten der Spielfluss. Frankreich hatte im zweiten Durchgang die besseren Ansätze, kam aber nicht zu guten Torgelegenheiten. Die deutsche Mannschaft war erst in den Schlussminuten aktiver, verpasste es aber, den Luckypunch zu setzen. Am Ende steht ein leistungsgerechtes 2:2 Unentschieden. Beide Mannschaften spielen sehr ordentlichen Fußball und gehören definitiv zum Favoritenkreis bei der anstehenden Europameisterschaft in drei Monaten.

Deutschland U21: Müller – Henrichs, Baumgartl, Torunarigha, Mittelstädt – Neuhaus, Maier, Dahoud – Amiri, Waldschmidt, Öztunali

Frankreich U21: Bernadoni – Ballo-Touré, Konaté, Diallo, Mukiele – Tousart, Aouar, Terrier – Bamba, Dembélé, Ikoné

Wechsel Deutschland in der 62. Spielminute:

Anton für Torunarigha

Klünter für Henrichs

Stenzel für Mittelstädt

Uduokhai für Amiri

Eggestein für Maier

Iyoha für Öztunali

Richter für Neuhaus

Sabiri für Waldschmidt

Tore: 1:0 Levin Öztunali (3.), 2:0 Maximilian Mittelstädt (31.), 2:1 Jonathan Ikoné (51.), 2:2 Moussa Dembélé (66.)